25. Februar 2026 — Wie gelingt es, sich an die viel zu schnell schon wieder lang und länger werdenden Tage zu gewöhnen? Von Jahr zu Jahr mehr wäre, bevor dieses Erschreckende geschieht, ein Winterschlaf als Tier unter Tieren nötig, eine Stillstellung des ganzen Lebens ohne menschliche Aktivität, eine weit nach Süden ausgreifende Polarnacht; ohne Weihnachts- und Neujahrsbetrieb auch, als »Fest« geltend allein die vom Vieh umstandene Krippe in der Einsamkeit der rein auf der Traumseite durchlebten Rauhnächte. — Wie also, da der Winter nicht genügte und die Sehnsucht bis vor kurzem noch ins Dunkle und immer Dunklere wie in eine Kaninchenhöhle ging, seinen Raum (den Geh-Raum, der immer auch Denk-Raum ist) wiedergewinnen, wenn die rapide schneefrei gewordenen Hügel nur das Gesicht der nagenden Zeit, des Mangels und der eigenen Unzulänglichkeit zu zeigen scheinen? Der sonst so zuverlässig wirksame Kohlmeisenschlag – vorweltlichstes aller Geräusche! – konnte es in diesem Jahr noch nicht bewerkstelligen, »neuen Raum in den Raum« zu stellen, und bis zum Aufgang des Schwalbengeräums ists noch eine Weile. Das Entscheidende, die »Ermannung« oder Herzerhebung, muß vorher geschehen. Was könnte helfen? Vielleicht (so schien es mir gestern im Gehen) hilft jetzt der tief beglückende Anblick der namenlosen Wasser! Heide genug, um es gewohnt zu sein, die Elemente anzurufen (wenngleich nur im Stillen), sah ich sie entlang der Alten Poststraße plötzlich überall.
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