15. April 2026 — Der Wettlauf ist verloren. So scheint es mir jedenfalls derzeit.
Ich hatte gehofft, daß »Der Spalt der Metapolitik« und »Die Politik der Weltlosigkeit« mir die Möglichkeit des stillen Weiterarbeitens bescheren würden. Aber wenn ich mir die Verkaufs- und Subskriptionszahlen sowie den eigenen Kontostand ansehe, so lautet die Botschaft an den Autor eher: Du kannst einpacken, und zwar schnell.
Das könnte man hinnehmen und es einfach tun. Capisco. Es ist nichts Ungewöhnliches. Bands sagen Touren ab, weil es nicht genügend Vorverkäufe gab. Oder ein Verlag realisiert ein bestimmtes Buchprojekt nicht, weil die erforderliche Anzahl von Subskriptionen nicht erreicht worden ist. Selbstverständlich kann auch ein Autor sich einfach auflösen. Geschäftsaufgabe, Ladenschluß, und falls noch schreiben, dann eben für die Schublade.
Das »Gute« ist: Ich wäre derzeit nicht imstande, denen, die »Die Politik der Weltlosigkeit« bereits vorbestellt haben, den Kaufbetrag zurückzuerstatten. Es bleibt also nur die Flucht nach vorne. Das Buch muß fertig werden, egal wie. Und bis dahin müssen neben den laufenden Kosten auch noch ein paar Rückstände (= Mahnungen) beglichen werden. Das fällige Scherbengericht übers Eigene kann erst danach stattfinden. Und wer weiß: Vielleicht stellt sich in dieser kurzen Frist doch noch irgendein ökonomisch meßbarer »Erfolg« ein, der ein Weitermachen ermöglicht?
Dieser eher hoffnungslose Ausblick tut mir vor allem für jene leid, die mir immer wieder mal Geld spenden und damit signalisieren, daß sie das bisher Hervorgebrachte irgendwie für wertvoll und eine Fortsetzung wohl für wünschenswert halten. Teil meines Grübelns ist die Frage: Wie danken? Ich habe vor, den beiden neuen Essays einen kleinen dritten Teil hinterherzuschieben. Dieser soll dann ausschließlich als Privatdruck erscheinen und den Spendern und Helfern als kleines Dankeszeichen kostenfrei zugehen.
Ich habe in den letzten Wochen auch einige sehr schöne E-Mails erhalten, die mich ebenfalls dankbar stimmen. Noch keine einzige ist beantwortet. Der Grund ist, daß ich seit einem Monat (oder schon länger?) in einem veritablen Gehirnnebel umhertappe und alles nur vor mir herschiebe, statt es zu tun. Die einfachsten Dinge gelingen nicht. Bereits diesen Text zu schreiben (den ich lange vor mir hergeschoben habe), erscheint mir als übermenschliche Leistung. Bitte also noch um etwas Geduld. Kleine Weile. Wer auf Antwort und Post wartet, wird sie bekommen!
Mir ist übrigens bewußt, daß es in der Begriffswelt der bürgerlichen Psychoquatschkiste als »dry begging« gilt, offensiv auf seine Lage aufmerksam zu machen. Dann dürfte aber auch ein Dorfschuster nicht das Schild »Lauf nicht fort, kauf im Ort« in sein Schaufenster hängen. Und da ich keine sozialen Medien nutze, ist dieser Blog mein einziges Schaufenster (welches ich, das ist klar, am liebsten nur mit Landschaftsbeschreibungen und Wandererlebnissen füllen würde).
Ich dekoriere also das Schaufenster und weise darauf hin, daß, wer »akut« helfen möchte, folgende Bücher bei mir bestellen kann:
Die Politik der Weltlosigkeit (Vorbestellung): 20€ (Hardcover: 38€)
Der Spalt der Metapolitik: 20€ (Hardcover: 38€)
Verkennung der Lage. Gedichte: 14€
Essay über den Tod des Westens, die Durchquerung des Nichts und die Gnade Gottes: 18€ (Hardcover: 34€)
Silhouetten im Nebel. Aufzeichnungen: 18€ (Hardcover: 34€)
Konrad Weiß: Das unstillbare Herz. Ein Lesebuch: 26€
Hölderlins Landschaft. Essay: 16€
Die Waage im Ungrund oder Aristoteles als konservativer Revolutionär. Naturrechtliches Fragment: 18€ (Hardcover: 34€)
Ernst Jünger und die Nichtvergeßlichkeit. Der Autor als Schrift: 17,90€
Romanische Halle. Fragmente: 19,90€
William Blake: Die Hochzeit von Himmel und Hölle. Nachdichtung: 12€
Was nicht geschah. Erzählungen: 17,90€
Wir sind die Äußersten. Traumprosa: 18€
Versuch eines Winters. Gedichte: 19,90€
Begegnungen in Weiß. Gedichte: 19,90€
Leopold Ziegler, Philosoph der letzten Dinge. Eine Werkgeschichte 1901-1958: 58€
Leopold Ziegler. Eine Schlüsselfigur im Umkreis des Denkens von Ernst Jünger und Friedrich Georg Jünger: 26€
Versandkosten pro Buch: 2€. Ab vier Büchern pauschal 8€ ohne weitere Erhöhung. Lieferzeit in der Regel 2-3 Wochen (in Einzelfällen etwas länger).
Zahlungsmöglichkeiten:
Paypal: paypal.me/TimKoe78
Banküberweisung: Timo Kölling / DE49 7601 0085 0830 6918 52 / PBNKDEFF
Vorab-Rechnung (PDF) per E-Mail: timokoelling[*at*]web.de
Jede Vorbestellung kann innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. Mit den AGB erklären Sie sich durch Zahlung / Vorbestellung einverstanden.
Bitte beachten: Die Bücher »Die Gabe des Zitterns. Gedichte«, »Gebete aus Stein. Gedichte«, »Exodus Schwarz. Notizheft 2011«, »Das Wissen der Schwalben. Traumtagebuch« und »Leopold Ziegler: Entwurf eines Michaeldromenons« sind NICHT bei mir bestellbar, aber andernorts noch erhältlich.
Das war’s für heute. In wenigen Augenblicken werde ich diesen Beitrag gepostet haben und mir vorkommen wie ein scheiß Trommelaffe. Bitte um Nachsicht! Im nächsten Post wird gewiß wieder die Landschaft der Hauptdarsteller sein, wie’s sich für diesen Blog gehört. Und hoffentlich gelingt es, im Laufe des Mai die Fertigstellung von »Die Politik der Weltlosigkeit« vermelden zu können …