Romanische Halle. Fragmente

Timo Kölling - Romanische Halle


Im Mai 2019 erscheint:

Timo Kölling
Romanische Halle
Fragmente

96 Seiten
Taschenbuch
Eigenverlag via BoD Norderstedt
ISBN: 978-3-73573-798-4
19,90 EUR


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Über das Buch

Timo Köllings »Romanische Halle« enthält philosophische, poetische und poetologische Fragmente aus den Jahren 2012 bis 2019, angeordnet nach Stichworten von A wie »Anfang«, »Angst« und »Anthropos« bis Z wie »Zerstörung«, »Zielspannung« und »Zukunft«. Die Fragmente halten, wie es unter dem Stichwort »Liturgie« heißt, die Erinnerung daran wach, »daß es einst eine Sprache gab, deren alltäglicher kommunikativer Gebrauch nicht unterschieden war von den metaphysischen Kategorien, in denen sich das Heilige manifestierte«. Das Fragment – oft nur ein einziger Satz oder eine kurze Betrachtung, manchmal eine längere Schilderung oder ein Miniaturaufsatz – wird als die geeignete Form begriffen, um Gehalte der Tradition und der Philosophia perennis in einem Zeitalter des Traditionsbruchs zu behaupten.


Anfang

Alles deutet darauf hin, daß wir uns in einem Dunkel der Geschichte befinden, aus dem die neuen Formationen so geheimnisvoll auftauchen werden wie die Sachsengeschlechter aus dem Schattenreich der Völkerwanderungszeit. Damals war es, als hätte das stehengebliebene, machtlos gewordene Fragment der okzidentalen Kirche auf den Geist warten müssen, den die Liudolfinger ihm einhauchen sollten. Nichts hatte auf dieses Wunder hingedeutet, nachdem die karolingische Blüte zu Staub zerfallen war, als wäre sie nur ein haltloser Traum gewesen. Gegen die Kraft der damaligen Gelehrten, ohne Illusionen den Niedergang der Kultur und den Einbruch des Eschaton ins Auge zu fassen, ist jeder moderne Verfallstheoretiker ein feiger Optimist. Aus der verheerten Landschaft wuchs die romanische Halle hervor: reine Gestalt eines Anfangs, der nicht gesetzt werden konnte, solange nicht der Geist der Setzung ihn erfüllte. Es gibt keinen Anfang, der nicht solch eine Setzung (ein Umschlag oder eine Kehr im Ungrund) wäre. Und es gibt kein Ende, das uns der Kraft berauben könnte, die Landschaft wiederaufzubauen, als deren unvergänglichen Morgenspiegel wir die romanische Halle erkennen. Es ist eine Kraft über das Leben und den Tod hinaus.


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