Brandung und Geräum. Gedichte

Timo Kölling: Brandung und Geräum


Im März 2019 ist erschienen:

Timo Kölling
Brandung und Geräum
Gedichte

64 Seiten
Taschenbuch mit strukturgeprägtem Einband
Eigenverlag via BoD Norderstedt
ISBN: 978-3-74812-588-4
17,90 EUR


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Über das Buch:

»Brandung und Geräum« ist Timo Köllings fünfter Gedichtband. Waren in den vorhergehenden Bänden »Gebete aus Stein« (2007) und »Die Gabe des Zitterns« (2013) freie Rhythmen vorherrschend, welche sich als Bruchstücke einer künftigen Form verstanden, so sind es im neuen Band feste Formen, auch solche der Tradition wie die Ode und das Sonett. Es sind poetologische Gedichte, die ihren eigenen Geltungsgrund gestalten, und in denen die Bilder und Stimmungen des unmittelbaren Lebens aus einer komplexen Fügung hervortreten.


Inhaltsverzeichnis:

KEIN HALT
DIE ERDE, DIE GABE
DIE TOTEN III
WANDERERS GRABINSCHRIFT
URBEGRIFF DER FREIHEIT
WEISE DES GELINGENS
WIE EIN BLICK
DAS ZERWIRKTE
GERÄUM
ABBRUCH
NACHTLANDFAHRT
KLAMMER IN DER KLAMMER
DER ORT
FORM, DEINE
ERWACHENSSEQUENZ
DAS UNVERLIERBARE
JEDERMANN
UNVERSÖHNLICHKEIT
HIERONYMUS
HERKYNISCHE BRANDUNG
ABENDLEICHTIGKEIT
WAS KLAR IST
DIE WISSER UND DIE UNBEHOLFENEN
SANKT PETER
ERSTER WINTERMORGEN
ANDERSHEIT
GEHEIMNIS
RHEINISCHES DREIATEMBILD
DAS TIER
FELD VOR QUEDLINBURG
SCHNEISE
DIE TOTEN IV
DER FRÜHLING


Leseprobe:

 

KEIN HALT
(Für D. L.)

Du gehst voran ins Unerprobte. Ich
folge dir nach. Dein Gehen
hat noch keinen Grund geschaffen. Meines
schafft keinen Grund.

Hier ist kein Halt. Was sein wird, ist gewesen.
Wir proben nicht. Wir kennen
einander zu gut, um einen Weg zu brauchen,
der uns zusammen-

wirft. Es gibt die Probe nicht. Die Suche
zerschellt an der Purpurbrandung
unseres Atmens: du aus, ich ein, beinahe
unterschiedslos.

Wir sind die Äußersten. Wir haben uns werfen
lassen. Sonst nichts. Das Spiel
ist Nacht und Grenze: Rötung unsres Gelingens.
Hier ist kein Halt.


NACHTLANDFAHRT

Bevor die Dunkelheit zum Raum sich weitet,
so dicht, daß jedes Haus das einzige ist,
und sie Geräum wird, das den Raum vermißt,
liegt sie wie angespült und eng gebreitet

vor dem Gebirge, das noch tagwärts schreitet
ins Licht, das, sammelnd sich, die Zeit vergißt.
Was aus der Erde steigt, bedarf der List,
die seelenlos ihm seinen Sieg bereitet.

Wir, nichts als Körper, sind, erlöst, der Sieg:
zwei Heimatlose, bleibend, was sie waren;
wir fahren übers Land, und es ist Krieg.

Du bist mir Haus, ich dir. Den fernen Scharen
von Lichtern an der Berge Fuß entstieg
der Plan, nur weiter durch die Nacht zu fahren.


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